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Lesen Sie das Editorial von greenup - epaper

Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift greenup - epaper die aktuelle Ausgabe 5/2018 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen.

Ein Stück Natur für unsere Enkel

Liebe Freunde von greenup,

wir lieben die Natur und um diese zu erhalten, gibt es seit fast 100 Jahren in Deutschland ausgewiesene Naturschutzgebiete. Das Neandertal war das erste, es folgten bis heute weitere 8.815 Naturschutzgebiete und 16 Nationalparks. Und das ist gut so.

Die UNESCO hat in Deutschland sogar drei Weltnaturerbestätten anerkannt, darunter unser geliebtes Wattenmeer. Mitten in diesem geschützten Gebiet liegt die kleine Düneninsel Scharhörn (siehe S. 90), eigentlich seit Jahrhunderten zusammen mit der Insel Neuwerk in Hamburger Besitz. Nachdem jenes Territorium 1937 im Zuge einer Gebietsreform an Preußen fiel, erwarb die Stadt Hamburg es 1969 vom Land Niedersachsen zurück. Obwohl Scharhörn bereits seit 1939 den Status eines Naturschutzgebietes besaß, wollten die Hanseaten ganz andere große Pläne schmieden. Ein Tiefwasserhafen mit Ansiedlungsmöglichkeiten für Stahlwerke, Atomkraftwerke und die Chemieindustrie sollten hier entstehen. Zahlreiche Proteste durch Naturschützer, aber auch die hohen Kosten und das schwache Interesse seitens der Industrie durchkreuzten die Hamburger Pläne, die immerhin erst Ende der Achtzigerjahre aufgegeben wurden. Wenn heute die wenigen angemeldeten Besucher bis zum Vogelwärterhaus wandern, den Blick über die weite Dünenlandschaft schweifen lassen und seltene Seeschwalben auf der Suche nach einem Rastund Brutplatz beobachten, ist es nicht begreifl ich, dass dieses Stückchen ungestörte Natur einem Industriehafen weichen sollte. Heute unvorstellbar. Oder doch nicht?

Der Hambacher Forst lehrt uns wieder, dass wirtschaftliche Interessen immer noch höhere Priorität genießen als der Naturschutz. Der letzte Rest eines jahrtausendealten Waldes sollte beziehungsweise soll dem Braunkohle-Abbau weichen. Zunächst hatten Klimaaktivisten über Jahre mit ihrer Wald-Besetzung gegen die Braunkohle und für den Klimaschutz demonstriert, doch erst mit der begonnenen Räumung des Waldes durch ein Großaufgebot der Polizei erhob sich immer mehr Widerstand in der Bevölkerung. Nach einer Umfrage des WDR sind inzwischen 80 Prozent der Bürger in Nordrhein-Westfalen gegen die in ihren Augen unsinnige Rodung eines Waldes, in einer Zeit in der niemand bestreitet, dass die Energiegewinnung aus Braunkohle in sehr absehbarer Zeit ein Ende haben wird. Vielleicht ist es ein Hohn, dass eine Fledermaus herhalten musste, damit ein Gericht den vorläufigen Rodungsstopp verhängte.

Hoff en wir, dass der Hambacher Forst das gleiche Schicksal wie die Insel Scharhörn teilen wird. Hoff en wir, dass unsere Enkel eines Tages vor den Toren Kölns durch einen jahrhundertealten Wald spazieren werden. Dabei werden sie unseren Geschichten über die wechselvolle Geschichte des Hambacher Forstes mit viel Unglaube lauschen. „Unvorstellbar!“ werden sie sagen.
Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift greenup - epaper die aktuelle Ausgabe 5/2018 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen. …
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Steckbrief von greenup - epaper

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Ausgabe 5/2018 vom 02.11.2018
Nächste Ausgabe 6/2019 am 10.05.2019
Erscheint halbjährlich , 2 Ausgaben pro Jahr
Sprache Deutsch
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Kategorie Wirtschaftsmagazine und Politikmagazine

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