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Zeitschrift DOCMA - epaper Editorial

In diesem Bild wurden keine Gesichter erkannt. Miststück!

Nein, so wie auf dem Bild oben sehe ich nicht wirklich aus – das hat Photoshops neues Gesichter- Verflüssigen aus mir gemacht. Und mich dabei tief beleidigt. Wir kennen uns jetzt schon seit einem Vierteljahrhundert. Ich habe mich dem Programm bereits liebevoll gewidmet, als es noch im Säuglingsalter war, habe es dabei begleitet, als es seine ersten Schritte machte. Ich habe mich über all die Jahre nahezu täglich mit ihm beschäftigt, ihm über die Schulter geschaut, als es heranwuchs und erwachsen wurde. Ein paar Mal durfte ich sogar beratend ein wenig in seine Entwicklung eingreifen oder der großen Schar von Menschen, die sich für sein Fortkommen interessierten, in Festreden über seine Fortschritte berichten, wenn es eine neue Lebensphase erreicht hatte. Ich bin also wirklich davon ausgegangen, dass wir uns nach dieser langen Zeit gut kennen. Und dann das! Ich öffne seine neue Version CC 2015.5 (und frage mich: Kind, haben Deine Eltern nicht mitgekriegt, dass wir schon 2016 schreiben?), um Ihnen vorzuführen, wie das mit dem Verflüssigen von Gesichtern funktioniert. (Einschub: Kennen Sie zufällig den Horror-Film „Scanners“ von 1981? Da wurden auch Gesichter verflüssigt. Wie der deutsche Untertitel „Ihre Gedanken können töten“ zeigt, ging das damals allerdings in eine etwas andere Richtung als nun bei Photoshop.) Also, ich öffne mein vertrautes Porträtfoto, das immer links oben auf dieser Seite steht, gehe zum Verflüssigen- Filter und wende mich dort dem neuen »Gesichtsbezogenen Verflüssigen« zu. Nichts passiert – alles bleibt sozusagen staubtrocken. Wenn der Filter ein Gesicht nicht automatisch erkennt – mitunter auch deshalb, weil mehrere auf einem Foto zu sehen sind –, sollte man mit dem »Gesichtswerkzeug« auf ein solches klicken, um der Software auf die Sprünge zu helfen. (Noch ein Einschub: Gesichtswerkzeug? Die Bezeichnung liegt nahe, zugegeben. Mir drängen sich dennoch Assoziationen zu chromglänzenden Instrumenten auf, mit denen man die Gesichtshaut vor dem Straffen von der Muskulatur löst – andere mögen dabei an Schlagringe denken …) Ich klicke also im Vorschaufenster auf mein Antlitz. Und was teilt mir Photoshop mit? „In diesem Bild wurden keine Gesichter erkannt.“ Und das nach 25 Jahren! Ich kann die Tränen nur mit Mühe zurückhalten. Ich helle das Gesicht stark auf: „In diesem Bild wurden keine …“ Ja, schon gut! Obwohl Vollbärte seit einiger Zeit wieder in Mode sind und Leonardo di Caprio in „The Revenant“ mit ausgeprägtem Gesichtsbewuchs Millionen Zuschauer in die Kinos lockte, von Kurt Russell in Quentin Tarantinos „The Hateful 8“ ganz zu schweigen – Photoshop CC 2015.5 spielt da nicht mit, „ … keine Gesichter erkannt“.

Erst nach einer digitalen Rasur bequemt sich das Programm („Ach, du bist das!“) aus den Pixeln mein Gesicht zu extrahieren. Danach läuft es dann recht zügig, wobei man nicht wie im Beispiel oben die Verzerrungs-Regler für Augen, Nase, Mund und Gesichtsform bis zum Anschlag ausreizen sollte – es geht auch dezenter. Danach retuschierte ich meinen Bart wieder rein und dunkelte alles ab, damit Sie mich wiedererkennen. Um neue Werkzeuge kompetent vorstellen zu können, reicht es nicht, mal schnell ihre Kurzbeschreibung bei adobe.com abzurufen und fix ein paar Versuche zu starten. Über ihre Eignung, Besonderheiten und Grenzen erfährt man dann am meisten, wenn man sie in eigenen Projekten praxisnah einsetzt und beobachtet, wie sie sich dabei verhalten. Deswegen finden Sie in dieser DOCMA noch nichts über »Gesichtsbezogenes Verflüssigen« oder »Auswählen und maskieren«, welches das alte »Kante verbessern « ersetzt. Wir schreiben diesmal weder etwas zum »inhaltsbasierten Freistellen«, wobei Fehlstellen nach dem Drehen von Bildern mit schrägem Horizont im Bereich der Ecken automatisch ergänzt werden, noch darüber, wie zuverlässig das Programm eine bestimmte Schriftart in einem Bild erkennt und Vorschläge zu einem Font macht, mit dem sich solcher Text ergänzen lässt. Und mit dem Anzeigen von »alternativen Glyphen « wollen wir, bevor wir Ihnen diese Funktion vorstellen, ebenso ausgiebige Erfahrungen sammeln wie mit »Verbesserungen der Zeichenfläche«. Eines kann ich immerhin schon nach kurzer Praxis mit Photoshop CC 2015.5 klar sagen: Die neue Benutzeroberfläche halte ich persönlich für so langweilig und unstrukturiert, das mir das Arbeiten damit keinen Spaß bereitet. Alle Elemente erscheinen gleich (un-)wichtig. Sicherlich wird es Anwender geben, die diesen Purismus zu schätzen wissen. Ich gehöre nicht dazu und wünsche mir dringend für das nächste Upgrade unter den »Voreinstellungen« die Option, wieder die klassische Oberfläche verwenden zu dürfen.

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