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Lesen Sie das Editorial von Die Deutsche Bühne - epaper

Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift Die Deutsche Bühne - epaper die aktuelle Ausgabe 11/2018 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen.

Tanz auf der Rasierklinge

Eintauchen ins Spiel und aktiv mitmischen, nicht distanziert den Darstellerinnen und Darstellern gegenübersitzen: Das ist immersives Theater. Es kann durch digitale Hilfsmittel wie Kopfhörer oder eine 3-D-Brille hergestellt werden, aber auch durch eine Runduminszenierung, wie etwa bei der Performancegruppe Signa, die den mitspielenden Besucher in eine Welt schleust, die oft stark von Zeiten vor aller Digitalisierung geprägt ist.

Uns ist aufgefallen, dass immersive Formate zum Saisonbeginn auch an kleineren Stadtheatern häufig auf dem Programm stehen. Jetzt hat es sogar Goethes „Faust“ erwischt. In der neuen Inszenierung am Schauspiel Leipzig wird das Publikum im zweiten Teil auf drei unterschiedliche Touren in die Stadt gebeten, um jeweils einen Motivstrang aus „Faust II“ näher zu beleuchten.

In meinem Fall war es zum Thema Geld eine Stadtführung durch die Handelsstadt samt kleinem Spiel und einer Expertendiskussion in der Alten Handelsbörse. Nun ist Mitmachtheater nicht jedermanns Sache. Ich erinnere mich, wie Sebastian Hartmann das Publikum bei der Premiere zu Ionescos „Das große Massakerspiel“ durch die Halle der Frankfurter Schmidtstraße bewegen wollte und Gerhard Stadelmaier höchst missmutig mitspielte. Dadurch sah sich ein Schauspieler provoziert, die Folgen des Eklats sind als Spiralblockaffäre in die jüngere Theatergeschichte eingegangen.

Ich finde eine krampfige Einbeziehung des Publikums auch nicht unbedingt erlebenswert. Und doch tanzt großes Theater nach meiner Erfahrung immer auf der Rasierklinge zwischen Bühne und Publikum. Nur wenn Gedanken und emotionale Funken zwischen beiden Seiten hin- und herzucken, lebt das Theater.

Das muss keineswegs zwingend in Form immersiver Formate sein. Ich glaube vielmehr nach wie vor an Rollenspiel über die Bande des Parketts. Beim Leipziger „Faust“ fand ich – als Nicht-Leipziger – die alternative Stadtführung interessant, die Diskussion mittelprächtig und das Spiel mit den Pudeltalern, nun ja. Immersives Theater hat auch oft etwas von Kindergeburtstag und Schnitzeljagd. Dennoch scheint mir dieser „Faust“ als Ganzes recht gelungen. Vor allem deshalb, weil das Frontaltheater im Schauspielhaus und das Eintauchen in einen Teil der Welt von „Faust II“ außerhalb des Theaters sich gegenseitig ergänzen. Wenn Immersion in die Welt der Bühne eintaucht, kann also tolles Theater entstehen.

Von Detlev Baur, Redakteur DIE DEUTSCHE BÜHNE
Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift Die Deutsche Bühne - epaper die aktuelle Ausgabe 11/2018 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen. …
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